Was ich tun kann

Wenn wir beginnen in Alternativen zu denken statt zu kritisieren entsteht Veränderung statt Widerstand

Was ich tun kann – soll Ideen geben und Sie inspirieren selbst damit anzufangen die Dinge in die Hand zu nehmen die Sie ändern wollen.

Was ich tun kann 01

Ich sage, was ich will, indem ich mich persönlich äußere. »Ich will nicht jeden Abend fernsehen«, ist nicht dasselbe wie »Du schaust jeden Abend fern, hör endlich damit auf!«. Der Unterschied erscheint klein und hat doch beträchtliche Wirkung. Beim »Ich will ...« beschreibe ich meine persönliche Grenze. Beim »Du ...« läuft es fast auf ein Verbot hinaus. Die Ich-Botschaft stellt Kontakt zwischen uns her, der Partner kann auf meinen Wunsch eingehen oder nicht. Die Du-Botschaft schafft Distanz und verhindert Kontakt. Der »Befehlsempfänger« fühlt sich nicht gut, egal ob er meiner Order nachkommt oder nicht.

Für unsere Beziehung ist es lebenswichtig, auf diesen Unterschied zu achten. Der Wunsch nach Respektierung unserer persönlichen Grenzen ist ein fundamentales Bedürfnis und die Voraussetzung dafür, dass wir uns mit unserem Partner wohl fühlen. Wenn nicht in der engsten Beziehung unseres Lebens, wann dann?

Sie sind für die Stimmung, die in Ihrer Beziehung herrscht, verantwortlich. Sie haben die Stimmung allein durch Ihre Anwesenheit miterzeugt. Die gute Nachricht ist, dass Sie sie deshalb auch sofort verändern können. Moderne Paare müssen eine sehr viel persönlichere Autorität entwickeln, wenn Machtmissbrauch vermieden werden und eine gleichwürdige Partnerschaft auf Augenhöhe entstehen soll.

Das Maß der persönlichen Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit entscheidet über Erfolg oder Misserfolg in Beziehung. Vielleicht sprechen Sie einmal darüber, wer in Ihrer Herkunftsfamilie die Macht hatte, wie die Macht benutzt wurde und wie Sie das erlebt haben. Führen Sie einen Dialog, wie das in Ihrer gemeinsamen Beziehung bis jetzt war, wie es sich verändert hat und wie Sie es in Zukunft wollen.

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Was ich tun kann 02

Nach der Verliebtheit gilt es darüber zu verhandeln, wie wir beide mit unseren Überzeugungen umgehen und wie die unsere Beziehung beeinflussen: was jeder von uns akzeptieren kann und was nicht, wissend, dass wir den Partner nie ändern können. Wir sind gezwungen, in Familien, als Paar Stellung zu beziehen, welche Werte wir in unserer Partnerschaft etablieren wollen. Achten wir auf unsere eigenen Wahrheiten und Werte (die wir an unsere Kinder, meist stillschweigend, weitergeben).

Autonomie ist die Übernahme der Verantwortung für mich selbst, für mein Handeln, mir selbst und anderen gegenüber. Das Gegenstück wäre Anpassung und Unterordnung. Wir sind nie völlig angepasst und nie völlig autonom. Eine persönliche Balance zwischen diesen Endpunkten zu finden kann ein Leben dauern. In einer Partnerschaft bedarf es Liebe und Mitgefühl zu allererst zu sich selbst und die Bereitschaft, zu wachsen anstatt zu stagnieren.

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Was ich tun kann 03
Niemand sieht in Ihrer Situation besser aus als Sie selbst!

Welche Werte sind für mich entscheidend? Welchen Stellenwert gebe ich dem Streben nach Geld, Berühmtheit oder Beliebtheit in meinem Leben? Alles drei kann ich bei meinem Ende nicht mitnehmen. Ich könnte vorgegebene Regeln und Ziele überprüfen, ob sie für mein Leben, heute, noch wahr sind. Wir alle machen Fehler. Die Schmerzempfindlicheren machen immer wieder neue – andere wiederholen gerne dieselben. Die Antworten auf die wichtigen Fragen liegen in Ihrem Herzen. Sie tragen immer die Verantwortung für Ihr Tun. Meistens gibt es mehrere richtige Lösungen. Unser aller Dasein entspringt Liebe.

Ich kann mein Leben nicht versichern. Ich entscheide mich für meine Heilung, dazu brauche ich den Mut zur Wahrheit, wie es um mich, um uns, steht. Ich brauche nicht den idealen Partner – es braucht mich und die Bereitschaft zu wachsen! Was alle tun, muss deshalb nicht richtiger sein. Den Zweifel am Sinn des Schicksals haben alle. Menschen, die sich damit arrangieren, weil sie das, was war, nicht ändern können, und die das, was kommt, nehmen, wie es ist: diese Menschen sparen Kraft für den Moment, in dem sie handeln können. Denken Sie daran: Niemand sieht in Ihrer Situation besser aus als Sie selbst!

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Was ich tun kann 04

Wenn ich mich nicht für Vergangenes entwerte, ist Selbsterkenntnis möglich.

Das Mittel gegen die Angst ist Vertrauen.

Geben Sie sich die Erlaubnis für Ihre eigenen Entscheidungen. Lernen Sie, mit Ihrer Angst umzugehen. Werden Sie selbst aktiv. In der weiterführenden Literatur am Ende finden Sie Buchtitel, um Ihr spezielles Interesse zu vertiefen. Überprüfen Sie Ihre inneren Verbote und Erlaubnisse, ob sie noch für Sie stimmen. Lassen Sie frischen Wind in Ihre Gedanken, schauen Sie auf andere, wie die es geschafft haben. Beginnen Sie zu leben! Sie haben eine Wahl nur, wenn Sie handeln. Sie gestalten Ihr Leben! Finden Sie Ihre Wahrheiten. Was ich hier schreibe, sind meine Überzeugungen, die sich bestimmt von den Ihren unterscheiden. Es geht um Ihre Unabhängigkeit. Es gibt nicht die eine Wahrheit – misstrauen Sie denen, die behaupten, eine solche zu besitzen und zu verkünden.

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Was ich tun kann 05

In einem Interview im Stern zeigte der Psychoanalytiker Arno Gruen, warum es so wichtig ist, zur eigenen Wahrheit zu finden: »Wird einem kleinen Menschen der Willen eines übermächtigen Erwachsenen aufgezwungen, macht er automatisch das Fremde zum Eigenen und wird sich dadurch fremd. Statt eine eigene Identität zu entwickeln oder sein Selbst zu entdecken, muss er Gefühle und Wahrnehmungen aufgeben, einfach aus panischer Angst davor, die Verbindung zu den Eltern zu verlieren. Wird ein Kind einmal in diese Richtung gezwungen, klammert es sich unter Umständen ein Leben lang an Autoritäten. Die Unterdrückung alles Eigenen löst Hass und Aggressionen aus, die sich nie gegen den Unterdrücker richten, sondern meist andere Opfer suchen.«

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Was ich tun kann 06

Es ist die schönste Liebeserklärung zu spüren, dass mein Partner meine Art zu sein schätzt und mich so liebt, wie ich bin. Aber zuerst muss ich dieses Gefühl in mir überhaupt für möglich halten! Wir alle brauchen die Erfahrung, gewollt, willkommen und gebraucht zu sein.

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